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Anja Reisdorf
Manchmal können Eltern die Sorge Ihrer Kinder nicht mehr übernehmen

Ergänzungspflegschaften (§§ 1909 - 1921 BGB) oder Vormundschaften (§§ 1773 – 1895 BGB) werden vom Gericht angeordnet, wenn Eltern das Sorgerecht für ihre Kinder nicht mehr übernehmen können oder dürfen. Dabei wird einem Vormund die komplette elterliche Sorge übertragen (Personensorge und Vermögensorge) und einem Ergänzungspfleger werden einzelne Teile der elterlichen Sorge übertagen (z.B. Aufenthaltsbestimmungsrecht, schulische Angelegenheiten, Gesundheitsfürsorge, Recht Anträge für Hilfe zu Erziehung zu stellen, Vermögenssorge ...).

Aufgabe des Vormunds und Ergänzungspflegers

  • Als Vormund habe ich das Recht und die Pflicht, für die Person und das Vermögen des Mündels zu sorgen, insbesondere das Mündel zu vertreten.
  • Als Ergänzungspfleger bin ich für ganz bestimmte Bereiche des Sorgerechtes zuständig.

Kosten

  • Als beruflich tätiger Vormund und Ergänzungspfleger erhalte ich eine Vergütung nach den §§ 1 - 3 des Vormünder- und Betreuervergütungsgesetz, die bei Mittellosigkeit des Mündels aus der Justizkasse bezahlt wird.
Gesetzliche Grundlage: § 1909 BGB Ergänzungspflegschaft

(1) Wer unter elterlicher Sorge oder unter Vormundschaft steht, erhält für Angelegenheiten, an deren Besorgung die Eltern oder der Vormund verhindert sind, einen Pfleger. Er erhält insbesondere einen Pfleger zur Verwaltung des Vermögens, das er von Todes wegen erwirbt oder das ihm unter Lebenden unentgeltlich zugewendet wird, wenn der Erblasser durch letztwillige Verfügung, der Zuwendende bei der Zuwendung bestimmt hat, dass die Eltern oder der Vormund das Vermögen nicht verwalten sollen.

(2) Wird eine Pflegschaft erforderlich, so haben die Eltern oder der Vormund dies dem Familiengericht unverzüglich anzuzeigen.

(3) Die Pflegschaft ist auch dann anzuordnen, wenn die Voraussetzungen für die Anordnung einer Vormundschaft vorliegen, ein Vormund aber noch nicht bestellt ist.

Gesetzliche Grundlage: § 1773 BGB Voraussetzungen Vormundschaft

(1) Ein Minderjähriger erhält einen Vormund, wenn er nicht unter elterlicher Sorge steht oder wenn die Eltern weder in den die Person noch in den das Vermögen betreffenden Angelegenheiten zur Vertretung des Minderjährigen berechtigt sind.

(2) Ein Minderjähriger erhält einen Vormund auch dann, wenn sein Familienstand nicht zu ermitteln ist.

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